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Motorroller, Mofa Roller & Quads
Der Motorroller, Quads und der Spaß am Fahren
Der Motorroller, umgangssprachlich wird er einfach als Roller
bezeichnet, prägt seit vielen Jahrzehnten das Erscheinungsbild
der Straßen in Deutschland und Europa. Besonders in Ländern
wie Italien oder Frankreich ist dieses besondere Zweirad weit verbreitet.
Der Roller, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Leichtkraftrad
mit einer Leistung um 11 KW handelt oder um einen sparsamen Mofa
Roller mit einer deutlich geringeren Fahrgeschwindigkeit,
verfügt kennzeichnend für das Fahrzeug einen Durchstieg,
der sich zwischen der Frontkarosserie und der bequemen Sitzbank befindet.
Die ausladende Karosserie, die das Gesicht von einem Motorroller
maßgeblich prägt, bietet außerdem einen Schutz gegen
Wind und Wetter.
Der erste Motorroller aus deutscher Fertigung
Die Firma Krupp in Essen gilt heute als der erste Hersteller des so
genannten „Motorläufers“. Dieser erste Motorroller
aus dem Jahr 1919 zeichnete sich durch eine sehr geringe
Gesamtlänge von 130 cm aus. Zudem war dieser Roller mit einem
Vorderradantrieb ausgestattet. In den folgenden Jahrzehnten produzierten
auch andere Fahrzeugbauer den Motorläufer in unterschiedlicher
Ausstattung. In den Zeiten des Deutschen Wirtschaftswunders erlebte
der Roller einen regelrechten Boom. In den 1980-iger Jahren wurde
das Aussehen der Motorroller in ein neuzeitliches Design verändert.
Ein weiterer Imagewandel folgte im letzten Jahrzehnt des vergangenen
Jahrhunderts. Vom reinen Frauenfahrzeug wandelte sich der Motorroller
in einen modernen Cityflitzer. So ist heute die Bezeichnung „Scooter“
weit verbreitet. Die in dem Roller enthaltene Technik verschwand hinter
einer sportlichen Verkleidung aus Kunststoff. Neben dem PS schwachen
Mofa Roller haben sich vermehrt auch leistungsstarke Roller
mit großvolumigen Viertakt Motoren am Markt
etabliert.
Ein Roller mit vier Rädern
In ihrem Aussehen ähneln Quads entfernt dem zweirädrigen
Roller. Doch im Gegensatz zum Motorroller verfügen Quads
nicht nur über zwei, sondern über vier Räder. Die Bezeichnung
leitet sich vom lateinischen Ausdruck quadri, ins Deutsche übersetzt
bedeutet es vier, ab. Dieses kleine Kraftfahrzeug eignet sich für
die Beförderung von ein bis zwei Personen. Heute wird zwischen
den eigentlichen Quads, die unter die Rubrik „Fun-Fahrzeuge“
fallen, und den sogenannten ATVs, den All-Terrain-Vehicles unterschieden.
Die Bauform unterscheidet sich bei beiden Quad-Arten nur wenig. Ähnlich
wie bei einem Motorrad nimmt der Fahrer auf einem Sitz in Sattelform
Platz, es wird mit dem so genannten Knieschluss gefahren.
Auch die Lenkung erinnert an den Roller bzw. an ein Motorrad.
Die Motorisierung der Quads
Derzeit wird die Motorisierung der Quads in unterschiedlichen Varianten
zwischen 50 cmm und bis zu 1.000 ccm angeboten. Natürlich gibt
es die eine oder andere Sonderanfertigung, die sich mit einem beachtlichen
Hubraum von bis zu 1.150 ccm überaus leistungsfähig präsentiert.
Auch die Möglichkeit des Turbolader
Einbaus ist bei den Quads gegeben. Eines der populärsten Modelle
in der Szene der Quads dürfte wohl die YFZ-350 Banshee
aus dem Hause Yamaha darstellen. Über beinahe zwei Jahrzehnte
wurden in diesen Quads Zweizylinder Zweitaktmotoren verbaut, die für
die damaligen Verhältnisse überaus leistungsstark waren.
Für kaum ein anderes Quad gibt auch heute noch eine derart große
Menge an Anbau- und Tuningteile. Diese Quads haben für eine sehr
lange Zeit nicht nur die europäische und amerikanische Sportszene
dominiert. Auch im Bereich der Motorisierung der Quads zeichnet sich
ein deutlicher Wandel ab. So werden anstatt der klassischen Vergaser
immer häufiger moderne elektronische Einspritzanlagen
eingebaut. Auf diese Weise wird eine Steigerung der Motorleistung
sowie deren Laufkulturen erzielt. Ein zweiter, nicht weniger wichtiger
Aspekt dieser Vorgehensweise ist die Reduzierung der Schadstoffemissionen
der Quads.
Antrieb, Schaltung und Co.
Die Kraftübertragung zur Antriebsachse erfolgt bei Quads in aller
Regel durch eine Kette. ATV, die mit einem zuschaltbaren
Allradantrieb ausgestattet sind, besitzen einen sogenannten Kardanantrieb.
Diese Art des Antriebs gestaltet sich zwar sehr verschleißarm
und benötigt nur einen geringen Wartungsaufwand. Dem
gegenüber steht aber der verhältnismäßig hohe
Aufwand, der betrieben werden muss, um eine Änderung der Übersetzung
zu erreichen. Bei Quads mit einem Kettenantrieb genügt es, lediglich
die entsprechenden Ritzel auszutauschen. Dieser Aspekt ist für
den Sportfahrer überaus wichtig, da er sein Quad möglichst
einfach an die jeweilige Rennstrecke anzupassen wünscht. Auch
bei der Schaltung gibt es Parallelen zum Motorrad. Üblicherweise
werden Quads mit einer klassischen Fußschaltung
geschaltet. Ausgenommen von Quads, die ausschließlich der sportlichen
Verwendung auf Rennstrecken zugeführt werden, verfügen diese
Fahrzeuge über einen Rückwärtsgang. Bei den
Rennmaschinen wird lediglich aus Gewichtsgründen auf die Möglichkeit
des motorbetriebenen Rückwärtsfahrens verzichtet. Vor allem
im Bereich der Quads für Einsteiger kommt in den letzten Jahren
immer häufiger eine Automatik Schaltung zur Anwendung.
Während das Arbeitstier unter den Quads, das ATV, schon seit
vielen Jahren mit einer Riemen-Variomatik (CVT) ausgestattet
wird, beginnt sich diese Automatik auch im Freizeitsektor immer häufiger
durchzusetzen. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten,
sind Quads auch mit einem Daumengashebel und nicht mit einem Gasdrehgriff
ausgestattet. Allerdings ist eine nachträgliche Umrüstung
möglich. Eine genaue Dosierung der Gasmenge wird aber durch die
hohen Lenkkräfte erschwert. Somit ist nur bei längeren Straßenfahrten
ein Vorteil im Gasdrehgriff zu sehen.
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